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Der Tod für Kinder - Antea Bestattungen Dresden

Kinder begleiten, damit sie den Tod begreifen

Wie Kinder den Tod sehen und ihn verarbeiten können

Auf dieser Seite widmet Antea sich nicht dem schmerzlichsten Thema, der Trauer um ein verlorenes Kind, sondern den Kindern selbst und den Erwachsenen, die Ihren Kindern helfen möchten, den Tod zu begreifen und damit umzugehen.

Früher erlebten Kinder den Tod von Verwandten und Freunden in der Regel häufiger mit oder waren auch unmittelbar dabei, da sie oft den Sterbeprozess von Geschwistern und Großeltern verfolgten und der Tod im Krankenhaus als Ausnahme galt. Heute werden das Sterben und der Tod aus unserer Gesellschaft und dem täglichen Leben verbannt und nur noch wenige Gruppen haben direkt mit dem Tod zu tun. Die Gründe dafür sind vielfältig, von der Geschichte der Weltkriege und Massentötungen bis hin zu Angst, anderen Familienstrukturen und dem Abnehmen von Glaube und Religion.

Wie Kinder den Tod sehen und ihn verarbeiten können

In der Regel macht ein Kind seine ersten Erfahrungen mit dem Tod, wenn ein Haustier verstirbt. Dennoch haben Kinder, die noch nie direkt mit dem Tod konfrontiert wurden eine Vorstellung davon, wie es ist, wenn jemand einen geliebten Menschen verliert. Der Tod hat für Kinder mehr Bedeutung als angenommen wird, da sie sich oft aus kindlicher Neugier mit Tabu-Themen beschäftigen. Dabei sind sie auf uns Erwachsene angewiesen, um richtig damit umgehen zu können. Viele Eltern möchten ihre Kinder behüten und meinen, dass der Tod kein geeignetes Thema für ein Kind sei. Sie möchten nicht, dass ihr Kind einen Verstorbenen aufgebahrt sieht oder bei der Bestattung zugegen ist. Doch Sie wären überrascht, wie gut Kinder mit dieser Problematik umgehen können. Es ist wichtig, jedes Familienmitglied einzuweihen, wenn ein Todesfall auftritt, vor allem, wenn ein großer Bezug des Verstorbenen zu dem Kind herrschte. Wenn Ihr Kind das Gespräch sucht, müssen Sie darauf eingehen und Ihre Sprache dem Kind anpassen, eventuell Ursachen klären und Erfahrungen austauschen. Jedoch sollten Sie das Kind niemals zum Gespräch zwingen. Es kommt, wenn es dazu bereit ist. Solche Gespräche dienen der Selbstreflexion und es werden meist Fragen gestellt, die für die Kinder wichtig sind: Was ist der Tod? Warum sterben Menschen? Was passiert mit uns, wenn wie sterben?

Kinder sind aktiv Trauernde, jedoch wird dies oft übersehen. Kinder entwickeln erst allmählich Vorstellungen vom Tod, jedoch sind schon Verlusterfahrungen vorhanden. In den ersten Jahren begegnet Kindern der Tod meist im familiären Bereich, später auch außerhalb der Familie. Sie sammeln persönliche Erfahrungen, z. B. durch Schulfreunde oder die Medien. Kinder reden darüber untereinander und übertragen es auf ihren Alltag. Über Bilder und Spiele drücken sie sich aus. Auch geben sie dieser fremden Situation Namen und Personifizieren den Tod. Sie nennen ihn Sensenmann, Geist, Skelett usw. Was ihnen in der Kindheit passiert, prägt sie auch im Alter.

Kinder vom 1. – 6. Jahr

Kinder vom ersten Lebensjahr bis zur Schule haben noch keine genauen Vorstellungen vom Tod, das Wort „Tod“ ist nicht bekannt. Daher wird der Tod auch nicht akzeptiert oder auf eine Person übertragen. Er wird eher als Schlaf oder Reise empfunden. Sie sprechen über Verstorbene, als würden sie noch leben. Daher kann es auch zu Todeswünschen kommen, wenn sie jemanden nicht leiden können. “Die Anne ist doof, die hat mein Teddy kaputt gemacht. Ich wünschte, sie wäre tot“. Das bedeutet lediglich, dass die Person nicht erwünscht ist und verschwinden soll. Aber es herrscht ein großes Interesse an diesem Thema, schon allein an den Ritualen, der Unbeweglichkeit, der Trauer und der Kleidung. Im Todesfall ist es wichtig den Alltag und das Umfeld stabil zu halten. Die Kinder sollten eingebunden werden und ihnen muss erklärt werden, dass der Körper nicht mehr funktioniert. Alles was aktiv oder nützlich ist, ist auch lebendig. In dieser Phase ist auch eine Rückbildung möglich. Das bedeutet, dass Verhaltensweisen auf ein niedriges Niveau zurück gehen können bspw. Jammern oder Bettnässen. Oder sie greifen auf archaische Denkmuster wie das Opfern Ihres Lieblingskuscheltiers zurück und hoffen, dass der Verstorbene dadurch zurückkommt. Eine Adaption ist nur möglich, wenn das Kind genügend Zuwendung bekommt.

Kinder vom 6. – 10. Lebensjahr

Kinder vom sechsten bis zehnten Lebensjahr unterscheiden die belebte und unbelebte Umwelt, der Tod wird allmählich realistisch angesehen. Ein Kind akzeptiert den Tod langsam als endgültig. Dennoch ist nicht alles klar und oft erscheint der Tod von außen als aufgezwungen z. B. durch Krankheit oder Unfälle. Dies löst Angst aus. Sie verstehen langsam, dass jeder davon betroffen sein kann. Da die Erkenntnis des Todes weiterhin recht unheimlich erscheint, entwickeln manche Kinder eine Vorliebe für Gruselgeschichten, welche auch nur eine Art der Bewältigung mit diesem Thema sind. Sagen Sie dem Kind konkret, woran jemand gestorben ist. Aussagen wie “Opa war krank“ kann Angst vor Krankheiten und Ärzten auslösen. Sie reflektieren, dass jeder der krank ist, auch stirbt. Das Einbeziehen bei der Trauerfeier und der Beisetzung ist hilfreich. Das Kind kann ein Bild malen, welches mit in den Sarg gelegt werden kann oder ein Gedicht auf der Trauerfeier sprechen. Geben Sie dem Kind Zeit und führen Sie mit ihm Gespräche. Kinder begleiten, damit sie den Tod begreifenOftmals reagieren Kinder auf einen Sterbefall extrem: sie lachen energisch, flüchten sich in ihre Spielwelt oder werden aggressiv. Die Reaktionen und Äußerungen dürfen nicht kritisiert werden, man muss auf sie eingehen. Auch der Tod eines Haustiers führt zur Einsicht, das Zelebrieren einer kleinen Trauerfeier und Bestattung wirkt hier sehr gut. Entsorgen Sie das Tier nicht einfach und sagen dem Kind, dass es weg ist.

Jugendliche

Jugendliche haben die gleichen Vorstellungen vom Tod wie Erwachsene. Sie fürchten sich vor allem vor der Belastung, dem Schmerz und Verlust und möchten oft mit ihren Gefühlen nicht konfrontiert werden. Das Loslösen vom Elternhaus wird hier oft gestoppt, da sie die Rolle des verstorbenen Elternteils annehmen könnten. Daher erhöht sich ihr eigener Druck. Nicht nur das Einbeziehen sondern das Mitwirken in den Sterbefall ist erstrebenswert. Welche Blumen kommen auf den Sarg, wie soll die Trauerhalle geschmückt sein und weitere Punkte, welche die Jugendlichen entscheiden können und sollten. Das Umfeld muss aber das Zurückkehren in den Alltag ermöglichen. Der Kontakt zu Freunden muss aufrecht erhalten werden. Und wenn es wirklich als hilfreich erscheint, sollte man professionelle Hilfe aufsuchen.

Eine kleine Hilfe zum Schluss

Verwenden Sie keine Sätze wie “Das verstehst du noch nicht“ oder „dafür bist du noch zu klein“. Diese können beim Kind zu Verunsicherungen, Ängsten und falschen Vorstellungen führen. Klare und für Kinder verständliche Worte können einem Kind fast alles erklären. Auch die Aussage “Oma ist einfach eingeschlafen“ ist irreführend und gerade bei Kleinkindern komplett ungeeignet, da sich dann Ängste vor dem Einschlafen ergeben können. Das Erklären von Tod und Schlaf ist erforderlich. Am allerwichtigsten ist es, aufrichtig zu sein. Kinder spüren genau, wenn man ihnen etwas verheimlicht oder ihnen nicht die Wahrheit sagt. Besser ist es, wenn man zugibt, wenn man keine Erklärung hat und findet gemeinsam einen Weg.

Heutzutage ist auch ein großes Angebot außerhalb der Familie geschaffen. Es gibt Kinder- Trauergruppen, den Pfarrer in der Kirche, Internetportale oder Kinderbücher, welche kindgerecht, teilweise auch mit Bildern und Geschichten, über die Themen Tod und Trauer aufklären. Nehmen Sie diese Hilfe an.